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Zeitschrift für Neues Testament im Internet  


Heft 15 (Themenheft)
Mission

Nr. 15 / 8. Jahrgang / 2005

 

Aufgegriffen wird ein in der heutigen Gesellschaft kontrovers diskutiertes Thema, das zu einer Reihe von Fragen motiviert: Sind Mission und pluralistische Gesellschaft zu vereinbaren? Gibt es überhaupt lebendigen christlichen Glauben, der das Evangelium für sich behalten kann, oder ist christlicher Glaube, der auf dem Hören der Guten Nachricht beruht, nicht per se zum Weitersagen des Evangeliums, zur Mission, motiviert, vielleicht sogar verpflichtet? Was meint der Begriff »Mission« eigentlich und wie wurde Mission im antiken Judentum und Christentum verstanden und praktiziert?
Thomas Schmeller bearbeitet diese Problematik bezüglich des frühen Christentums. Dabei stellt er heraus, dass der Begriff auch in der neutestamentlichen Wissenschaft keineswegs einheitlich benutzt wird und auch verschiedene ideologische Implikationen aufweist. Jürgen Zangenberg thematisiert insbesondere die Mission im antiken Judentum, während er in den nicht-christlichen und nicht-jüdischen antiken Religionen keine Missionsaktivitäten feststellen kann. Winrich Löhr informiert über die historiographischen und theologischen Konzepte der Erforschung der Ausbreitung des antiken Christentums und skizziert Grundlinien eines Neuansatzes der Missionsforschung. Werner Kahl hingegen plädiert bei der Behandlung der Frage nach Wunder und Mission für eine differenzierte Wahrnehmung fremder Kulturen wie sie im Rahmen eines ethnologischen bzw. kulturanthropologischen Ansatzes gewährleistet ist und den er auch der neutestamentlichen Forschung anempfiehlt. Der schwierigen Frage der Reichweite des Missionsauftrages in Mt 28,19 stellen sich in der Kontroverse Hubert Frankemölle, der die Juden in den Missionsauftrag einbegriffen sieht, und Florian Wilk, der eine exklusive Deutung von Mt 28,19 vertritt. In der Rubrik "Hermeneutik und Vermittlung" befasst sich Robert Jewett mit den biblischen Wurzeln des amerikanischen Messianismus und trägt damit zur Gegenwartsanalyse des nordamerikanischen Christentums erheblich bei. Kristina Dronsch rundet das Heft ab mit ihrer Rezension des Buches Miracle and Mission von James A. Kelhoffer.
Neues Testament aktuell

Thomas Schmeller Mission im Urchristentum. Definition - Motivation - Konkretion

Zum Thema
Jürgen Zangenberg, Mission in der Antike und im antiken Judentum
Winrich Löhr, Die Ausbreitung des antiken Christentums als historiographisches Projekt - Vorschläge, Probleme, Perspektiven
Werner Kahl, Wunder und Mission in ethnologischer Perspektive
Kontroverse
Richtet sich der Missionsauftrag in Mt 28,19 auch an Israel?
(eingleitet von Axel von Dobbeler)

Hubert Frankemölle, Die Sendung der Jünger Jesu »zu allen Völker« (Mt 28,19)

versus

Florian Wilk, Eingliederung von »Heiden« in die Gemeinschaft der Kinder Abrahams

Hermeneutik und Vermittlung
Robert Jewett, Biblische Wurzeln des amerikanischen Messianismus
Buchreport

Kristina Dronsch rezensiert James A. Kehlhoffer, Miracle and Mission. The Authentication of Missionaris and Their Message in the Longer Ending of Mark (WUNT Reihe 2, 112), Tübingen 2000

 


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