In der Rubrik »Neues Testament aktuell« informiert Stefan Alkier unter dem Titel »Wen wundert was? Einblicke in die Wunderauslegung von der Aufklärung bis zur Gegenwart« über die Geschichte der Wunderforschung. Er spannt dabei einen weiten Bogen: von der rationalistischen Wundererklärung bis zu aktuellen Versuchen, die Wunder des Neuen Testaments zu deuten. Alkier macht deutlich, dass für die Frage nach dem Wunder das zugrunde gelegte Wirklichkeitsverständnis maßgeblich ist. In der Rubrik »Zum Thema« stellen Melissa Aubin unter dem Titel »Beobachtungen zur Magie im Neuen Testament« und Peter Busch unter dem Titel »War Jesus ein Magier?« die Frage nach dem »Magischen« in der Wundertätigkeit Jesu bzw. danach, wie magisch anmutende Elemente der Wundererzählungen zu verstehen sind. Ralph Brucker nimmt mit dem Artikel »Die Wunder der Apostel« einen vernachlässigten Aspekt der Wunderfrage auf. Dass es eine Wundertätigkeit auch nach Jesus in den frühen christlichen Gemeinden gab, wird besonders aus den Berichten der Apostelgeschichte und der Paulusbriefe deutlich. Das Verhältnis zwischen Jesus und seinen Jüngern rückt hier unter einer ganz anderen Perspektive in den Blick. Die Kontroverse zwischen Michael Wohlers und Rainer Riesner steht unter der Überschrift »Wunder im frühen Christentum – Wirklichkeit oder Propaganda?« und fragt provokativ nach dem historischen Wirklichkeitsgehalt der Wunder. Wieviel an »Wundern« kann man Jesus aus heutiger Sicht zutrauen? Für die religionspädagogische Arbeit bietet der Beitrag von Bernd Kollmann zur Heilung des blinden Bartimäus (Mk 10,46-52) hilfreiche Anregungen. Kurt Erlemann stellt in seinem Buchreport zwei Bücher zum Thema vor: Einmal Werner Kahl, New Testament Miracle Stories in their Religious-Historical Setting, sowie Heike Bee-Schroedter, Neutestamentliche Wundergeschichten im Spiegel vergangener und gegenwärtiger Rezeptionen.
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